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Seil und Schlagung: S-Twist und Z-Twist bei Shibari-Seilen erklärt – KIYOMI & Mitsuki


Schlagung oder Schlagrichtungeine zentrale Rolle. Die Begriffe S-Twist (linksgängig) und Z-Twist (rechtsgängig) beschreiben die Drehrichtung der Litzen und beeinflussen Handling, Friktion, Knotensicherheit und Langlebigkeit.

 AMATSUNAWA bietet bewusst beide Varianten an: KIYOMI als Z-Twist und Mitsuki als S-Twist. So können Sie das Seil wählen, das perfekt zu Ihrem Stil und Ihren Anforderungen passt.

Was bedeuten S-Twist und Z-Twist?

Die Twist-Richtung orientiert sich am Aussehen der Litzen. Bei einem S-Twist (S-laid, linksgängig) verlaufen die Fasern, wenn Sie das Seil entlangblicken, wie der mittlere Strich des Buchstabens „S“ – also nach links. Beim Z-Twist (Z-laid, rechtsgängig) drehen sie sich wie beim „Z“ nach rechts. Zur Bestimmung halten Sie das Seil senkrecht und schauen entlang der Länge: Die Drehung, die sich von Ihnen entfernt, zeigt die Schlagrichtung an.

Die Herstellung der Schlagung

Hochwertige Seile entstehen in mehreren Stufen mit wechselnden Drehrichtungen für optimale Balance. 

Zunächst werden Jutefasern in eine Richtung zu Garn gesponnen. Diese Garne werden dann in entgegengesetzter Richtung zu Litzen gedreht. Schließlich werden die Litzen wieder in der ursprünglichen Richtung zum fertigen Seil geschlagen. 

Dadurch entsteht ein stabiles, torsionsarmes Seil, das weder stark zum Aufdrehen noch zum Verdrillen neigt. Alle AMATSUNAWA-Seile folgen diesem Prinzip – lediglich die finale Schlagrichtung unterscheidet KIYOMI (Z-Twist) und Mitsuki (S-Twist).

Schlagrichtung bei japanischen Seilen für Shibari und Kinbaku

Traditionelle japanische Seile bestehen meist aus drei Litzen aus Naturfasern wie Jute oder Hanf mit Schlagrichtung Z. 

Die Schlagrichtung beeinflusst das praktische Arbeiten erheblich. 

  • Z-geschlagene Seile wie KIYOMI wickeln sich oft natürlicher im Uhrzeigersinn, liegen gut in der Hand und bieten eine ausgewogene Friktion. 
  • S-geschlagene Seile wie Mitsuki wirken häufig weicher und flexibler, was bei manchen Techniken oder für ein besonders sanftes Gefühl auf der Haut vorteilhaft ist. 

Viele Anwender schätzen Z-Twist für bessere Knotensicherheit und ein angenehmes „Bite“, während S-Twist bei komplexen Wicklungen mehr Nachgiebigkeit erlaubt.

Auswirkungen der Schlagrichtung auf das Seil

Die Wahl der Schlagrichtung hat vielfältige praktische Konsequenzen:

  • Handling und Wickeln: Z-Twist-Seile (KIYOMI) lassen sich meist leichter und ohne starkes Verdrillen aufrollen; S-Twist (Mitsuki) kann etwas nachgiebiger sein.
  • Knoten und Friktion: Die Drehung bestimmt, wie gut das Seil an der Haut greift und wie sicher Knoten halten.
  • Torsionsverhalten: Ausgewogene Seile verhindern Hockling (Knotenbildung) und ungewolltes Aufdrehen unter Belastung.
  • Haltbarkeit und Faserabrieb: Die richtige Balance minimiert Verschleiß und erhält die Festigkeit länger.
  • Sicherheit: Ein optimal geschlagenes Seil verhält sich vorhersehbar – besonders wichtig bei Suspensions.

Bei falscher Beanspruchung oder Lagerung kann sich das Seil öffnen. Regelmäßige Pflege ist daher essenziell.

Warum AMATSUNAWA beide Richtungen anbietet

AMATSUNAWA versteht, dass jeder Rigger individuelle Vorlieben hat. Deshalb gibt es KIYOMI als klassisches Z-Twist-Seil mit optimaler Balance für Vielseitigkeit und Mitsuki als S-Twist-Variante für mehr Flexibilität und Weichheit. Beide Linien erfüllen höchste Qualitätsstandards und sind speziell für die Anforderungen von Shibari und Kinbaku entwickelt. 

So finden Sie bei AMATSUNAWA genau das Seil, das zu Ihrem Anwendungsfall und Ihren Vorlieben passt.

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Quellen

  • AMATSUNAWA Rope Know-How
  • Fachliteratur zur Seilherstellung und Twist-Direktion
  • Shibari Study & Reborn Ropes: Erklärungen zu Twisted Rope in Shibari